zurück zur Übersicht


Lehrter Modell läuft weiter

Auch 2008 wird das erfolgreiche, und bereits mehrfach ausgezeichnete, Lehrter Modell fortgeführt.

Diabetologe Dr. Gernot-Rainer Storm arbeitet mit den Mittelstufen der Lehrter Schulen zusammen, um sie frühzeitig mit dieser chronischen Erkrankung vertraut zu machen. Besonders geht es aber darum, durch gesunde Ernährung und Anreize zur Bewegung Grundlagen dafür zu legen, dass der Diabetes Typ 2, der sogen. Alters-Diabetes nicht bereits auf die jungen Jahrgänge übergreift.

So gibt es jedes Jahr für Realschule, Hauptschule und Gymnasium eine Gesundheitswoche. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, mit den Schülern gemeinsam eine gesunde, abwechslungsreiche  Ernährung zuzubereiten.  Für die Lebensmittel gibt es dazu Spenden des heimischen Handels. Ein weiterer Tag wird dazu genutzt, alle Möglichkeiten darzustellen, wie sich die Kinder bewegen können und welche Angebote die heimischen Vereine machen. Für diesen Teil zeichnet Dr. Jürgen Teiwes verantwortlich, der das Gesamtkonzept in seiner Zeit als Schulleiter mitentwickelt hat und nun  den größten Lehrter Sportverein repräsentiert.

Den Abschluss der Woche bildet eine Einführung in den Diabetes und seine Ursachen in der Aula. Der Beamer-Vortrag von Dr. Storm trifft genau den Ton der 11 bis 16-Jährigen. Anschließend kommt die Stunde der Selbsthilfegruppe Lehrte. Aus jeder Klasse kommen Schüler, um je 2 bis 3 Diabetiker in ihren Unterricht abzuholen. Dort wird dann aus den eigenen Erfahrungen berichtet und jede auftretende Frage beantwortet. Und das aus den ganz persönlichen Umständen. Dann gibt es noch mit Hilfe von Apotheken Blutzuckerkontrollen, und manch einem wird empfohlen, das Ergebnis bei einem Arzttermin weiter zu beleuchten.

Nun, mit einer solchen Woche werden jedes Jahr rund 1.000 Schüler erreicht. In die Information einbezogen werden aber auch die Lehrerinnen und Lehrer, und nicht zu vergessen, die Eltern und Familien. Schade, dass die Krankenkassen noch nicht erkannt haben, dass hier effektive Vorsorge-Arbeit geleistet wird. Aber der immense Aufwand, den alle Beteiligten zu leisten haben, zahlt sich ihrer Meinung aus, wenn Kinder erfahren haben, verantwortungsbewusst mit ihrem Körper umzugehen, und damit –zumindest örtlich- die rapide Zunahme an Diabetikern gebremst wird. Das meint für die Selbsthilfegruppe zumindest ihr Vorsitzender Ronald van Tongeren

3 Schulprojekte 2008:

Im ersten Halbjahr 2008 fanden 3 Projekte an den Lehrter Schulen statt, erstmals auch an der Hauptschule Lehrte, wo alle Klassen beteiligt wurden, an der Realschule und dem Gymnasium waren es alle 5. und 6. Klassen. Insgesamt über 1000 Schüler. Das dreitägige Curriculum, was im wesentlichen von Frau Frohlof-Kulke für das Projekt 2004 entwickelt wurde, hat sich bewährt und wird mit den jeweiligen Schulen entsprechenden Abwandlungen weiterhin durchgeführt. So hat die Hauptschule einen Spitzenkoch von Mövenpick Hannover einladen können, der mit einer Gruppe einen Lachs zubereitet hat.

An allen Schulen wurden diesmal im Wesentlichen die gleichen Frage und Daten erhoben und in der zweiten Jahreshälfte wird Frau Frohloff-Kulke mit ihrem gymnasialen Oberstufen-Leistungskurs Informatik die Daten vergleichend auswerten und es ist eine Publikation vorgesehen. Darüber hinaus soll das Curriculum mit den bisherigen Erfahrungen und Anregungen  zum Nachmachen für andere interessierte Schulen in Niedersachsen in Form einer Broschüre herausgegeben werden.

 
 
 

 
Bericht auf der Homepage des Gymnasium Lehrte

zurück zur Übersicht